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Januar 26th, 2012 | Author:

Im Lengefelder Rathaus sind die Bleistifte in diesen Tagen gut gespitzt. Es muss gespart werden. Grund ist ein drastischer Einbruch bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt noch mit 1,6 Millionen Euro gerechnet. Kurz vor dem Jahreswechsel kam dann die Nachricht: Für 2011 fließen voraussichtlich nur 1,078 Millionen Euro in das Stadtsäckel – das ist ein Drittel beziehungsweise 522.000 Euro weniger als erhofft.

Das wird sich im nächsten Haushalt niederschlagen. Bei den Gewerbesteuereinnahmen plant die Stadtverwaltung für 2012 gegenüber dem Vorjahr 800.000 Euro weniger ein. Nun muss bei vielen Posten neu gerechnet werden, daher verzögert sich die Aufstellung des Haushaltplans. Andere Kommunen wie Seiffen haben ihren Etat bereits beschlossen. In der Stadt zwischen den drei Talsperren erfahren die Mitglieder des Stadtrats unter Ausschluss der Öffentlichkeit am Dienstag erstmals, was die Verwaltung plant, um das Loch in der Kasse auszugleichen.

“Das hat uns zurückgeworfen”, räumt Lengefelds Bürgermeister Ingolf Wappler (CDU) ein. “Es ist eine Situation, für die die Stadt nichts kann. Jetzt müssen wir versuchen, damit klarzukommen.” Über die Gründe für den Einbruch bei der Gewerbesteuer, die sich aus dem Gewinn der Gewerbebetriebe ergibt, darf sich die Stadtverwaltung nicht äußern. Nur soviel: “Es ist nicht konjunkturell bedingt”, so Wappler.

Dass es so kommt, wurde erst kurz vor dem Jahreswechsel deutlich. Allein im letzten Quartal 2011 waren erhoffte 400.000 Euro aus der Gewerbesteuer nicht geflossen. Als Folge musste Lengefeld gar eine Haushaltssperre aussprechen. Dabei wird die Schwelle, bis zu der die Angestellten der Stadt in ihrem Ressort eigenständig über Ausgaben entscheiden können, deutlich gesenkt. Schon bei geringeren Geldbeträgen als zuvor haben dann gestaffelt die Amtsleiter, der Bürgermeister oder der Stadtrat das letzte Wort.

Noch steht der Haushaltsentwurf nicht. Klar ist aber bereits, dass die Auswirkungen nicht völlig abgefedert werden können. Bevor die Stadt die Nachricht erhielt, waren im Jahr 2012 in Lengefeld Investitionen von knapp zwei Millionen Euro vorgesehen. “Daran wollen wir grundsätzlich auch nicht rütteln”, sagt Ingolf Wappler. “Wir haben für alle Baumaßnahmen schon die Fördermittelbescheide bekommen. Es wäre ungünstig, darauf zu verzichten.” Ein Großteil der Vorhaben soll daher umgesetzt werden. “Aber es ist gut möglich, dass wir Einiges schieben oder teilen müssen, also dieses Jahr beginnen und 2013 fortführen.”

Es müsse an anderer Stelle gespart werden. Klar sei, so Ingolf Wappler, dass Geld aus der Rücklage der Kommune entnommen werden muss: “Aber das hatten wir sowieso für 2012 geplant.” Außerdem wird derzeit jede Ausgabe im Etat genau betrachtet. “Wir werden im Verwaltungshaushalt stark sparen müssen.”

Nach der Sitzung am Dienstag werden die Stadträte über den Etat beraten. Geplant ist, dass der Stadtrat in seiner Sitzung am 13. März den Haushalt beschließt.

Quelle: Freie Presse von Kathrin Weigert

Januar 26th, 2012 | Author:

Unbekannte Täter brachen in der Nacht zum Donnerstag in Räume einer Firma an der Hirschleithe ein. Aus einem Vorratstank entwendeten die Täter etwa 450 l Dieselkraftstoff. Weiter stahlen sie aus einem Büro einen Flachbildschirm. Der Diebstahlschaden beziffert sich auf insgesamt 550 Euro, der Sachschaden wird auf rund 100 Euro geschätzt.

Quelle: Polizei Marienberg

Januar 25th, 2012 | Author:

Die Tage des analogen Fernsehzeitalters sind gezählt. Es wird vom digitalen Fernsehzeitalter endgültig verdrängt. Antennengemeinschaften in Olbernhau und Marienberg setzen jedoch nicht voll auf digital. Obwohl nach dem 30. April 2012 die Fernsehübertragung nur noch digital erfolgen wird, haben sie weiter analoge Programme auf ihrer Senderliste.

Die Gemeinschaftsanlage im Marienberger Ortsteil Rübenau wird zurzeit noch umgestellt. “Das kostet uns eine ganz schöne Stange Geld”, sagt Günter Reichmann. Wie viel genau, das kann er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Er nennt jedoch den Grund, weshalb der Aufwand betrieben wird und die angeschlossenen Haushalte analoge Programme auch weiterhin empfangen können: “Wir wollen den älteren Menschen nicht zumuten, auf moderne Fernsehgeräte umzusteigen. Wenn wir das machen, verlieren wir womöglich noch mehr Mitglieder.” Etwa zehn Prozent sind bereits abgesprungen, nachdem die Gema-Forderung nach sogenannten Durchleitungsgebühren laut wurde. Zehn bis zwölf analoge Programme sollen in Rübenau auch künftig aus der Antennendose der Gemeinschaftsanlage verfügbar sein.

In Satzung ist die Umstellung bereits Geschichte. 25 Programme analog und etwa 300 digital, einschließlich des hochauflösenden Fernsehens (HD), stellt die Antennengemeinschaft für ihre Mitglieder bereit. Etwa 20.000 Euro mussten laut Lutz Haustein investiert werden: “Wir haben 100 DSL-Teilnehmer. Diese Anschlussbeiträge haben uns gerettet.” Auch die Antennengemeinschaft Marienberg und Umgebung hat für ihre etwa 10.000 Teilnehmer die Programme neu geordnet. Demnach werden laut Günter Rötzer von der Gemeinschaft 34 analoge Programme angeboten, insgesamt etwa 400 Kanäle sind es digital.

Mit technischen Veränderungen in der Kopfstation garantiert die Olbernhauer Interessengemeinschaft (IG) Kabelfernsehen, dass ab 1. Mai weiterhin 21 Fernsehsender analog zu empfangen sind. “Neben den öffentlich-rechtlichen Sendern wie ARD, ZDF und Arte gehören auch private wie RTL, Sat, Vox und Pro Sieben dazu”, erläutert Klaus Arnold von der IG. “An älteren Fernsehgeräten muss dafür nichts verändert werden. Das trifft auch auf den UKW-Rundfunkempfang zu.”

Die Umstellung kostet die Interessengemeinschaft rund 12.000 Euro. Umgerüstet wurde in der Kopfstation der Anlage auch im vergangenen Jahr. Seitdem können in Olbernhau rund 300 digitale Sender empfangen werden. Das ist mit neueren Fernsehgeräten beziehungsweise bei älteren mit einem zwischengeschalteten Receiver möglich. Zudem können die Fernsehzuschauer ARD, ZDF, Arte und Eins Festival in HD sehen. “In den zurückliegenden Wochen gab es zahlreiche Anfragen von besorgten Bürgern”, sagt Klaus Arnold. “Ich denke, dass sie dem 30. April beruhigt entgegensehen können.”

Digitales Fernsehzeitalter beginnt in knapp 100 Tagen

Noch knapp 100 Tage dauert es, bis am 30. April die Programmveranstalter die analoge Übertragung per Satellit abschalten. Dafür gibt es dann eine digitale Übertragung. Das wird gemacht, weil das digitale Fernsehen gegenüber dem analogen einige Vorteile aufzuweisen hat.

Das digitale Signal beansprucht zum Beispiel weniger Übertragungskapazität, es kommt also schneller an. Außerdem ist es laut Fachleuten weniger störanfällig. Das heißt: Bildwackler und Bildaussetzer kommen viel seltener vor. Und davon abgesehen, kann man mit dem digitalen Signal etwa 300 Fernsehsender empfangen.

Betroffen von der Umstellung sind Haushalte, die ihr Fernseh- und Radiosignal bisher analog über Satellit empfangen. Nicht betroffen sind dagegen Haushalte, die ihr Signal über Kabel, Antenne oder bereits digital über Satellit empfangen.

Rund 2,9 Millionen Haushalte in Deutschland sehen derzeit noch analoges Fernsehen. Sie müssen sich nun sputen. Sonst bleibt der Bildschirm schwarz.

Quelle: Freie Presse von Karlheinz Schlegel und Wilfried Saworski

Januar 24th, 2012 | Author:

Die Gemeinde Heidersdorf strebt eine Ehe mit der Stadt Olbernhau an. Das hat der Gemeinderat zur 24. Sitzung am Montagabend beschlossen. Bürgermeister Dieter Lippmann (parteilos) wurde mit dem gefassten Beschluss beauftragt, mit der Nachbarstadt entsprechende Verhandlungen aufzunehmen. Außerdem will Heidersdorf den Austritt aus der Verwaltungsgemeinschaft mit Seiffen und Deutschneudorf beantragen. Das Votum fiel einstimmig aus. Die Reaktionen aus den Rathäusern umliegender Kommunen zum Weg, den die Heidersdorfer einschlagen wollen, spiegelten am Dienstag Zustimmung, aber auch Enttäuschung wider.

Der Beschluss, nach Olbernhau zu gehen, ist laut Dieter Lippmann das Ergebnis von mehreren Diskussionsrunden im Heidersdorfer Gemeinderat. In einer Einheitsgemeinde mit Seiffen und Deutschneudorf aus der bisherigen Verwaltungsgemeinschaft der drei Kommunen heraus sieht er keine Zukunft. “Damit wird die erforderliche Einwohnerzahl nicht erreicht”, argumentierte er. “Eine solche Kommune kann nur ganz schwer existieren. Für sie gibt es keine Perspektive, weil womöglich in drei, vier Jahren erneut alles umgekrempelt werden muss.” Die Richtlinie der Landesregierung zum freiwilligen Zusammenschluss von Kommunen sieht eine Mindestanzahl von 5000 Einwohnern vor. Heidersdorf, Seiffen und Deutschneudorf zusammengenommen würden zurzeit auf etwa 4300 Einwohner kommen, Tendenz abnehmend.

Von den Mitgliedern des Gemeinderates wird der Beschluss als Willensbekundung gesehen. Denn: Ob Heidersdorf aus der Verwaltungsgemeinschaft herauskommt und damit den Weg nach Olbernhau gehen kann, ist völlig offen. Erst einmal liegen die Hoffnungen von Bürgermeister und Gemeinderat darauf, dass dieser Antrag genehmigt wird. Das sächsische Innenministerium hatte allerdings im Vorfeld des Bürgerentscheides im Spielzeugdorf eine Einheitsgemeinde aus Deutschneudorf, Heidersdorf und Seiffen favorisiert und dafür bereits die Genehmigung in Aussicht gestellt. Weil sich Seiffener Bürger im November mehrheitlich gegen ein Zusammengehen mit Neuhausen und für den Verbleib im Erzgebirgskreis entschieden, beschloss daraufhin der Gemeinderat, wegen der Bildung einer Einheitsgemeinde auf Heidersdorf und Deutschneudorf zuzugehen und Gespräche zu beginnen.

Olbernhaus Bürgermeister Steffen Laub (CDU), er war Gast der Gemeinderatssitzung in Heidersdorf, werte den Beschluss als Vertrauensbeweis. “Wir stehen für Gespräche auf Augenhöhe zur Verfügung”, sagte er im Anschluss.

Quelle: Freie Presse von Wilfried Saworski

Januar 23rd, 2012 | Author:

Marienberg/Olbernhau. Es regnet in Strömen, doch die angehenden Forstwirte im Forstrevier Olbernhau schert das wenig. Unter den Augen von Forstwirtschaftsmeister Henry Döring fällen sie Bäume, vor allem Buchen. “Schwachholzernte – die starken Bäume kommen in der Ausbildung später”, sagt er. Bis Mai sind die Auszubildenden in der praktischen Phase, dann geht es ins Internat ins vogtländische Morgenröthe-Rautenkranz: Dort stehen unter anderem Fachrechnen, Wirtschafts- und Gemeinschaftskunde sowie Umweltschutz auf dem Programm. “Eine 5 oder 6 in Mathe auf dem Zeugnis ist ungünstig. Es sind Rechenkünste gefordert, wenn ich einen Zaun baue”, sagt Pressesprecher Thomas Köhler über eine Voraussetzung für den Beruf. Auch beim Gifteinsatz in der Borkenkäferbekämpfung gilt: Mathekenntnis ist gefragt.

Doch im Moment sind die praktischen Fähigkeiten der Lehrlinge gefragt: Sie ernten Holz, pflanzen, bauen Zäune, reparieren Kanzeln und Hochsitze und fahren nach Dresden, um sich die Submission hochwertiger Hölzer anzuschauen.

Nicht alle Auszubildenden sind familiär vorbelastet, was die Berufswahl angeht, so wie der Augustusburger Marcel Zeun: Vater, Onkel und Opa – alle beim Forst. Gänzlich ohne Vorwissen waren aber auch andere Lehrlinge nicht: Sie absolvierten etwa ein Freiwilliges Ökologisches Jahr oder mehrere Praktika.

Zunächst seien die Berufsaussichten im Forst gar nicht gut gewesen. Er habe Tischler gelernt und auch als solcher gearbeitet, erzählt Marcel Zeun: “Ich wollte unbedingt etwas mit Holz machen.” Dann änderte sich die Situation, und er wechselte in seinen Traumberuf. Henry Döring bestätigt die Tendenz. Erstmals habe der Sachsenforst 2011 14 ausgelernte Forstwirte befristet eingestellt, in den Jahren zuvor seien es immer fünf gewesen. Auch die Geschäftsleitung des Sachsenforsts bescheinigt Forstwirten sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sowohl im Sachsenforst selbst als auch bei privaten Forstdienstleistungsunternehmen.

Die Auszubildenden haben, was ihre Zukunft angeht, ganz unterschiedliche Vorstellungen. Diese reichen vom Maschinenführer in Schweden über den Forstwirt in heimischen Wäldern bis hin zum studierten Forstwissenschaftler im höheren Dienst. Letztere Laufbahn strebt Florian Gerz aus Limbach-Oberfrohna an. Bildungswege wie die von Marcel Zeun und Florian Gerz seien gar nicht selten, sagt Thomas Köhler.

Der Forstbezirk Marienberg kann ständig 15 Lehrlinge ausbilden – in jedem der drei Lehrjahre fünf. “Bisher haben wir es immer geschafft, mit fünf Auszubildenden zu starten. Es passiert natürlich, dass der eine oder andere aus verschiedenen Gründen abbricht”, so der Pressesprecher. Auch Mädchen ziehe es in den Beruf. Moderne Technik, aber auch neue Erkenntnisse in der Arbeitsergonomie leisten dem Vorschub: “Früher haben wir doch alles mit Kraft gemacht.” Körperlich anspruchsvoll bleibe der Beruf allemal, und die Bewerber würden im Vorfeld intensiv auf ihre Tauglichkeit überprüft.

Im Forstbezirk Marienberg existieren insgesamt drei Ausbildungsreviere: Olbernhau, Hirschberg und Zöblitz. Diesen sind Ausbilder zugeordnet, die Forstwirtschaftsmeister. Die praktische Ausbildung der angehenden Forstwirte erfolgt unterdessen nicht nur in den Revieren. In Olbernhau, der Außenstelle des Forstbezirks, befinden sich in einem Nebengebäude unter anderem auch eine Metall- und eine Holzwerkstatt.

Nicht nur der Staatsbetrieb Sachsenforst bildet Forstwirte aus. Außer in neun Forstbezirken lernen Jugendliche derzeit auch in einem privaten und einem kommunalen Unternehmen.

Quelle: Freie Presse von Babette Zaumseil

Januar 20th, 2012 | Author:

Ein Versehen bei der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom mbH hat etwa 630 Abnehmer in den Olbernhauer Ortsteilen Blumenau und Rothenthal verunsichert. Die Gesellschaft schickte den Haushalten ein Schreiben, mit dem sie den bevorstehenden Austausch der Stromzähler angekündigte. Doch das Unternehmen ist seit dem Jahreswechsel gar nicht mehr verantwortlich für die Haushalte. Nach einem sogenannten Netzübergang sind die Stadtwerke Olbernhau für Blumenau und Rothenthal Netzbetreiber sowie für den Zählerwechsel zuständig und nicht mehr die Gesellschaft mit Sitz in Halle/Saale. Sie hätte dieses Schreiben also gar nicht losschicken dürfen.

Als Stromkunden wegen des Schreibens bei den Olbernhauer Stadtwerken anriefen und Aufklärung verlangten, äußerte Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Dobrzynski gegenüber der Mitteldeutschen Netzgesellschaft seinen Unmut. In seinem Schreiben ist von “Verwirrungen und Verärgerung” zu lesen, die unter anderem der angekündigte Zählerwechsel bei den Stromkunden bewirkten. Dazu wies er ausdrücklich darauf hin, dass es sich um Stromnetze und Netzkunden handelt, die mit Ablauf des Jahres 2011 auf die Stadtwerke Olbernhau übergegangen sind. Die Gesellschaft entschuldigte sich ihrerseits inzwischen für das Versehen, das bei der “standardgemäßen Versendung der Information zum Zählerwechsel bedauerlicherweise” passiert ist. Eine neue Information wird laut Cornelia Pelz vom Team Netzübergabemanagement erarbeitet und den betroffenen Netzkunden zugeschickt. Sie soll “etwaige Verunsicherungen ausräumen”, die “selbstverständlich ärgerlich” sind.

Die Stadtwerke sind aufgrund der Übernahme in Blumenau und Rothenthal jetzt Netzbetreiber für die gesamte Stadt Olbernhau. “Damit haben wir Einheitlichkeit hergestellt, und das tut ganz gut”, erläutert Peter Franz, verantwortlich im Unternehmen für den Netzbetrieb Strom und Gas. “Rothenthal ist wie ein Zipfel am Ende der Welt. Der Strom in den Ortsteil geht ohnehin über das Stadtwerkenetz.” Und er ergänzt: “Das musste bisher alles extra berechnet werden, doch das wird nach der Übernahme des Netzes nun einfacher.”

Das Unternehmen betreute bisher 53 Kilometer Mittelspannungsleitungen und 144 Kilometer Niederspannungsleitungen und etwa 2700 Netzanschlüsse. Die in Blumenau und Rothenthal sind hinzugekommen, doch dafür gibt es zurzeit keine exakten Zahlen. In beiden Ortsteilen müssen in diesem Jahr Stromzähler ausgetauscht werden, um die Eichfristen einzuhalten. Diese betragen je nach Zählerart zwischen acht und 16 Jahren Laufzeit.

Quelle: Freie Presse von Wilfried Saworski

Januar 19th, 2012 | Author:

Ein Linienbus MAN befuhr am Donnerstag, gegen 10.15 Uhr, die Bundesstraße 101 aus Richtung Kreuzung Heinzebank in Richtung Hilmersdorf. Unmittelbar nach der Bushaltestelle Heinzebank kam der Bus, vermutlich wegen plötzlicher gesundheitlicher Probleme des Fahrers (35), nach rechts von der Fahrbahn ab, fuhr in den Graben und kippte auf die rechte Seite um. Dabei wurden der Busfahrer sowie zwei Businsassinnen (60, 78) leicht verletzt. Am Bus entstand Sachschaden in Höhe von ca. 8 000 Euro. Die örtliche Freiwillige Feuerwehr war im Einsatz und befreite die Businsassen, indem sie die Busscheiben einschlugen. Die Bergung des Busses hat gegen 14 Uhr begonnen. Seitdem ist die Bundesstraße 101 voll gesperrt.

Quelle: Polizei Marienberg

Januar 19th, 2012 | Author:

wer hat an dem Datum gedreht, ist es wirklich schon so lang her? Ja, heute vor 4 Jahren hat das marienbergportal.de seine “Türen” geöffnet. 4 Jahre bedeuten 1460 Tage ehrenamtliche Arbeit für Marienberg. Die Portalarbeit kennt keine 5 Tagewoche oder regelmäßige Arbeitszeit. Das Team des Marienbergportals ist an 7 Tagen und – wenn es sein muss auch nachts – unterwegs. Dies passiert neben Familie, Beruf und Hobbys, sofern die Zeit für letzteres bleibt. Für das Team ist die Mitwirkung im Portal Arbeit. Wir werden zwar häufig belächelt, aber gemeinsam sind wir stark. Auch die vielen, vielen Menschen, die täglich unser Portal besuchen, geben uns für unsere Arbeit Kraft.
Wieder ist ein Jahr vergangen, ein weiteres Jahr, in dem Marienbergportal beweisen konnte, dass es nicht nur dazu gehört, sondern dass es sich an die Spitze der Informationen über unsere Stadt und der Region Marienberg vorarbeiten konnte.
4 Jahre, mein Gott, wie die Zeit vergeht. Die alten Hasen bei uns werden sich sicherlich noch an die ersten Monate und Jahre von Marienbergportal erinnern. Wir haben viele Höhen und Tiefen miteinander durchgestanden und es war bestimmt nicht immer leicht gewesen. Wer von euch hätte mal gedacht, dass wir hier inzwischen Besucherzahlen von über 5000 Benutzern monatlich haben. Erstaunlicherweise die meisten Besucher immer Sonntag bis Dienstag. Bereitet Ihr euch ab Mittwoch immer schon wieder auf das Wochenende vor???
Ich weiß nicht, was genau die Zukunft fürs Marienbergportal bringen wird, aber eines kann ich euch versprechen, Marienbergportal wird es auch noch geben, wenn wir unser 10-Jähriges Jubiläum feiern, was dann sicherlich die eine oder andere Überraschung für euch bereit halten wird. Klar, bis dahin ist noch viel Zeit, aber auch die wird vergehen und mit unserem Team und mit euch als die treuen Gefährten, wird die Zeit schneller vergehen, als man denkt.
An dieser Stelle auch noch einmal meinen ganz großen Dank an das gesamte Team und an euch alle, die ihr uns die Treue haltet und mit dafür sorgt, das Marienbergportal eine sehr erfolgreiche und aktive Community ist, DANKE!
In diesem Sinne, auf ein noch erfolgreicheres 5. Jahr!
Euer LadyUwe

Januar 18th, 2012 | Author:

Insgesamt 30.000 Euro hat der Förderverein zum Erhalt der Marienberger Kirche St. Marien bislang für die Restaurierung der dortigen Schubert-Orgel zusammenbekommen. Doch auch private Spender und 10.000 Euro aus der PS-Lotterie der Sparkasse tragen dazu bei, dass die Arbeiten an dem 1879 eingeweihten Instrument nicht erst 2015, sondern nach Möglichkeit bereits im Frühjahr kommenden Jahres beendet sein können, sagt der Marienberger Kantor Rudolf Winkler.

Der Kirchenmusikdirektor, der derzeit in dem Gotteshaus eine kleine Orgel spielt, gesteht: “Ich sehne mich nach dem großen Instrument zurück. Das geht auch der Gemeinde so.” Aber er habe stets den Eindruck, dass die Arbeiten auf einem guten Weg seien – nicht zuletzt mit Blick auf den großen Batzen an Eigenmitteln, der bisher erbracht werden konnten. Insgesamt kostet die Restaurierung des Instruments rund 250.000 Euro und damit etwa 25.000 Euro mehr als ursprünglich geplant. Gelder fließen dabei auch vom Landeskirchenamt und vom Denkmalschutz.

Unterdessen nimmt sich Orgelbauer Bernd Remler von der Großolbersdorfer Orgelbaufirma Wünning in einem temperierten Raum neben der Orgelempore Stück für Stück das auseinandergebaute Instrument vor. Wobei das Auseinandernehmen und Restaurieren ineinander übergehen. Auseinandergebaut wurden beispielsweise entgegen ursprünglichen Planungen die Windladen – der Teil einer Orgel, auf dem die Pfeifen aufgestellt sind. Auch dort sei der Schimmelbefall sehr groß gewesen.

Alles werde gereinigt und mit entsprechenden Mitteln behandelt, sodass für die nächsten 50 bis 100 Jahre diesbezüglich Ruhe herrschen dürfte, sagt Bernd Remler. “Wenn wir schon einmal alles offen haben, dann machen wir es auch richtig.”

Die Mechanik in der Schubert-Orgel entspreche der von drei Orgeln, die die Firma sonst restaurieren würde, meint er. Um diese ganze Mechanik auch nutzen zu können, ist das Instrument einst als erstes seiner Art in Sachsen mit einer Barkermaschine ausgestattet worden. Dabei handelt es sich um eine Vorrichtung, die den vom Spieler auf die Taste auszuübenden Druck verringert. “Eine Art Servolenkung für die Orgel”, zieht Bernd Remler einen Vergleich in die Gegenwart. Die Barkermaschine ist bereits restauriert.

Nicht nur in Marienberg wird derzeit eine Orgel auf Vordermann gebracht: In Lengefeld betrifft dies die Hildebrandt-Orgel. Auch dort engagiert sich ein Förderverein bei der Mittelbeschaffung. Geplant ist zudem eine Generalüberholung der Silbermann-Orgel in der Pfaffrodaer Dorfkirche. Das soll bis 2015 passieren, wenn das Instrument 300 Jahre alt wird.

Quelle: Freie Presse von Babette Zaumseil

Januar 17th, 2012 | Author:

In den Beherbergungshäusern der Region geht es nach dem Jahreswechsel allgemein wieder etwas ruhiger zu. Doch die nächste Herausforderung hat sich bereits angekündigt. Ende Januar beginnen in Berlin und im Bundesland Brandenburg die Winterferien, die sich zuerst mit Buchungen und schließlich mit der Anreise von Urlaubern bemerkbar machen. Höher gelegene Hotels wie zum Beispiel in der Region um den Schwartenberg sind in Bezug auf Wintersportmöglichkeiten bisher leicht im Vorteil, weil dort ausreichend Schnee vorhanden ist.

Im Ferienpark Seiffen herrschte bis zum Ende der ersten Januarwoche noch reger Betrieb. Gegenwärtig gibt es dort laut Sabine Rudolph aber “eine Flaute”. Sie kennt das aus anderen Jahren und meint: “Das ändert sich, wenn Ende Januar im Berliner Raum die Winterferien starten. Andere Bundesländer folgen, und so zieht sich der Ferienbetrieb bis in den März hinein.” Aufgrund der Höhenlage bieten sich bereits jetzt verschiedene Möglichkeiten für den Wintersport. Die Tourist-Information Seiffen meldete am Dienstag unter anderem, dass die Schwartenberg-Loipe und die Loipe der Sportwelt mit Anschluss nach Kliny (Göhren) in Tschechien gespurt sind.

Zu Gast ist im Ferienpark Seiffen derzeit das Hamburger Ehepaar Reimund und Ellen Roßmeißl, das dort seit sieben Jahren zu den Dauercampern gehört. Beide genießen die Januar-Ruhe am liebsten bei Wanderungen. Das nasskalte und manchmal nebelige Wetter kennen sie aus ihrer Heimatstadt. Allerdings sind sie froh darüber, dass der Schnee im Moment alles bedeckt. Noch lieber ist Reimund Roßmeißl aber ein richtiger Winter mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Bestens gerüstet ist das Ehepaar: Sein Wohnwagen verträgt Temperaturen bis minus 20 Grad Celsius. Und dass er im Winter sein Wasser aus dem Sanitärbereich holen muss, stört Reimund Roßmeißl nicht. “Bewegung ist doch gut”, meint er.

“Bei uns ist schon länger Winter”, sagte Gunter Neuber, Inhaber des Hotels Berghof in Seiffen. “Weil wir Schnee haben, kommen auch Gäste.” Das sind derzeit zwar zumeist Tagesausflügler, doch auch einige Urlauber, die die Ruhe lieben.

Eine zwölfköpfige Gruppe hat sich am Dienstag aus dem Feriendorf “Schwarzwassertal” in Pobershau verabschiedet – alles Mitglieder einer Familie, von der Großmutter bis zum Enkelkind. Statt Weihnachtsstress und großer Geschenke gab’s vier Tage gemeinsamen Aufenthalt in den Ferienhäusern von Familie Arnold. Samt Lamawanderung, Wichtelabend und Kochen ganz in Familie. “So etwas erleben wir zunehmend”, erzählt Gunter Arnold.

Im Feriendorf würden viele Stammgäste ihren Urlaub verbringen, mancher sei schon zum 20. Mal da. Die Pobershauer seien aufgrund ihrer Angebote nicht so sehr vom Wetter abhängig. Und die Gäste buchten oft langfristig. “Da weiß noch niemand, ob Schnee liegt”, hat Gunter Arnold festgestellt.

In den Angeboten für Urlauber des Hotels Waldesruh in Lengefeld-Vorwerk spielt der Wintersport nicht die dominierende Rolle. “Wir liegen knapp 600 Meter über dem Meeresspiegel, da kann von Schneesicherheit keine Rede sein”, sagt Inhaber Jörg Nieschalk. Aus dem Grund lautet ein Angebot von Januar bis März Mini-Winterurlaub, bei dem unter anderem einmal Badespaß im Freizeit- und Erlebnisbad Aqua Marien in Marienberg enthalten ist. Übernachtende Geschäftsleute und private Feiern überbrücken die Zeit, bis die Winterferien das Hotel wieder füllen.

Dezember, Januar und Februar seien die übernachtungsintensivsten Monate im Erzgebirge, weiß Jana Vierig, im Tourismusverband Erzgebirge zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. “Die Gäste buchen meistens ein Jahr im Voraus, und sie reisen trotzdem an, auch wenn das Wetter nicht mitspielt.” Absagen hielten sich in Grenzen. Liege kein Schnee, nutzten die Besucher eben andere Angebote, wie Erlebnisbäder und Museen. Schätzungsweise 151.000 Übernachtungen kämen für den Januar im Erzgebirgskreis zusammen, das wäre eine Steigerung um ein bis zwei Prozent.

Quelle: Freie Presse von Wilfried Saworski und Babette Zaumseil