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Zschopau/Pockau – „Schwergewichte“ im Fokus/Deutsche und tschechische Polizisten kontrollierten gemeinsam für mehr Verkehrssicherheit im Grenzgebiet

(1041) Sächsische und tschechische Verkehrspolizisten gemeinsam haben am Donnerstag in einer groß angelegten Aktion an der B 174 in Zschopau sowie an der B 101 in Pockau den gewerblichen Personen- und Güterverkehr überwacht und kontrolliert.
An der im Rahmen eines durch die EU geförderten Projektes zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im deutsch-tschechischen Grenzgebiet durchgeführten Kontrolle nahmen Verkehrspolizisten der Polizeidirektionen Chemnitz und Zwickau sowie aus Karlovy Vary und Most teil.

Im Verlaufe der vier Stunden dauernden Kontrolle überprüften die Polizisten 17 Lastkraftwagen, neun Kleintransporter und sechs Pkw und stellten dabei insgesamt 52 Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Davon wurden sechs mit einem Verwarngeld geahndet. Über die anderen 46 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wird die zuständige Bußgeldstelle zu entscheiden haben.
Die festgestellten Verstöße betrafen das Nichteinhalten von Lenk- und Ruhezeiten sowie verkehrsrechtlicher Vorschriften.
Die Kontrolle an der B 101 musste 20 Minuten später beginnen, da man zunächst aufgrund eines festgefahrenen Schwerlasttransports gefahrenabwehrend tätig werden musste.

Für fünf Fahrzeuge war die Kontrollstelle an der B 174 gleichzeitig vorläufige Endstation. Ein Lkw hatte am Anhänger einen abgefahrenen Reifen, ein Sattelzug war mit zwei gänzlich abgefahrenen Reifen seines Aufliegers unterwegs.
Ein überlanger Sattelzug hatte nicht die erforderliche Ausnahmegenehmigung für seine Schwertransportfahrt. In diesem Fall wurde ein Verfahren zur Vermögensabschöpfung gegen das Unternehmen eingeleitet. Die genaue Summe bedarf noch der Ermittlung.
Nicht ordnungsgemäß gesicherte Ladung wurde an einem weiteren Lkw festgestellt. Bei dem fünften Fahrzeug war die erlaubte Fahrzeughöhe überschritten.
Oft half sowohl den deutschen Kontrolleuren als auch den aus der Tschechischen Republik kommenden kontrollierten Fahrzeugführern die Anwesenheit der tschechischen Verkehrspolizisten. Eine unkomplizierte und unmissverständliche Verständigung war so für beide Seiten möglich.

Die Großkontrolle wurde im Rahmen eines weiteren EU-Projektes, das der koordinierten grenzüberschreitenden Öffentlichkeitsarbeit gilt, von der Pressestelle der PD Chemnitz begleitet. Zudem nahmen Vertreter der Pressestelle der PD Zwickau sowie der Polizeipressesprecher aus Usti nad Labem teil.

Insgesamt waren 30 Einsatzkräfte für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sowie zur Bekämpfung der Kriminalität im grenznahen Raum in Aktion.

Auf der Rückfahrt in die Dienststelle, kurz vor 13.30 Uhr, stellten die Chemnitzer Verkehrspolizisten dann noch eine Straftat fest. Auf der Wolgograder Allee in Chemnitz stoppte die Besatzung eines am Einsatz beteiligten ProViDa-Fahrzeugs einen Pkw Mazda, nachdem dieser mit 78 km/h innerhalb der Ortschaft gemessen worden war. Bei der anschließenden Kontrolle des Fahrers (47) bemerkten die Beamten Alkoholgeruch und baten zum Test. Nach dem Ergebnis von 1,28 Promille war auch für diesen Autofahrer die Fahrt zu Ende. Er musste sich einer Blutentnahme unterziehen und seinen Führerschein abgeben. Eine Anzeige wegen Verdachts der Trunkenheit im Verkehr wurde aufgenommen. (Ki)
Quelle: Polizei Marienberg

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